Festsitzend

die Multibrackettherapie

Die „feste Zahnspange" ist eine festsitzende kieferorthopädische Apparatur welche fest im Mund des Patienten angebracht ist und dadurch kontinuierlich 24 Stunden wirken kann. Die Dauer der Behandlung verkürzt sich im Vergleich zur herausnehmbaren Therapie bzw.macht komplexe, körperliche Zahnbewegungen überhaupt erst möglich.

 

Antworten

auf häufig gestellte Fragen zur festsitzenden Behandlung


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  • Was kostet die Behandlung? Open or Close

    Das ist sehr unterschiedlich und hängt u. a. davon ab, wie ausgeprägt die Fehlstellungen sind, welche Materialien verwendet werden oder welche Behandlungsmethode eingesetzt wird.

    Erwachsene müssen die Kosten (ab etwa 2.000 EUR bis ca. 5.000 EUR und mehr) immer komplett selbst tragen. Es sei denn, die Fehlstellung ist so schwerwiegend, dass eine Kombination aus kieferorthopädie und Kieferchirurgie (Dysgnatie-OP) geplant werden muss. Bei Kindern und Jugendlichen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen ab einem bestimmten Schwierigkeitsgrad und bis zum 18. Lebensjahr die meisten Kosten.

  • Wie lange dauert die Behandlung? Open or Close

    Das hängt ganz von der jeweiligen Ausgangslage und dem Schwierigkeitsgrad der Behandlung ab. Als erste Orientierung ist ein Zeitraum von 2 1/2 bis 3 1/2 Jahren realistisch.

     

  • Wie reinige ich meine Zähne am Besten? Open or Close

    Bei der festsitzenden Behandlung wird die Zahnpflege durch die Brackets und die Bögen etwas erschwert. Es ist wichtig, dass der Patient die Pflegetipps, die er immer in der Praxis bekommt, regelmäßig beherzigt. So muss die Art und Weise des Zähneputzens etwas geändert werden und man sollte auch spezielle Zahnbürsten verwenden, mit denen man die versteckteren Stellen auch wirklich erreicht. Und auch wir können durch Prophylaxe und verschiedene Schutzmaßnahmen dazu beitragen, dass die Zähne während der "Spangenzeit" besonders geschützt werden, um so Karies und Entkalkungen zu verhindern. Das Zähneputzen nach jeder Mahlzeit ist jetzt noch wichtiger, weil sich schneller Zahnbeläge bilden können, was in Folge auch zur Demineralisierung (Entkalkung) der Zähne führen kann und die Kariesanfälligkeit erhöht. Und es wäre doch schade, wenn Sie am Ende der Behandlung zwar gerade aber beschädigte Zähne haben.

    Neue Bürsten putzen besser

    Eine weiche Zahnbürste ist besser geeignet als eine harte. Ganz wichtig in jedem Fall ist, dass Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig gegen eine neue austauschen, ideal ist alle 3 Monate. Dies gilt natürlich auch für die Bürstenköpfe von elektrischen Zahnbürsten, die für die "Zahnspangenzeit" lieber empfehlen, als die Handzahnbürste, da durch die Vibrationen eine gründlichere Reinigung des sogenannten Biofilms möglich ist.

    Spezielle KFO-Zahnbürsten

    Auch in den schlecht zugänglichen Zahnzwischenräumen ist es wichtig, gut zu putzen. Dazu gibt es verschiedene Hilfsmittel, wie zum Beispiel sogenannte Interdentalbürsten. Damit kommt man sehr gut in diese Zwischenräume. Nehmen Sie sich genügend Zeitfür eine gründliche Reinigung. Sprechen Sie uns darauf an, welche Interdentalbürsten wir für Sie empfehlen. Im Gegensatz zu normalen Zahnbürsten sind bei der KFO-Zahnbürste die Außenborsten länger, die Innenborsten kürzer. Außerdem sind die Borsten leicht v-förmig angeordnet. Durch diese besondere Form können sowohl Zähne als auch Brackets in einem Putzgang gereinigt werden.

    Verwendung von Zahnseide

    Die Verwendung von Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräumen ist bei festsitzenden Spangen grundsätzlich möglich aber schwierig, denn die Zahnseide muss mühsam eingefädelt werden.

    Zusätzliche Pflege
    Die einmal wöchentliche Verwendung eines Fluoridgels oder Fluids als Ergänzung der Mundhygienemaßnahmen ist empfehlenswert.

    Professionell: die Pflege in der Praxis
    So gut Sie Ihre Zähne auch selbst pflegen, mit den Mitteln, die der kieferorthopädischen Praxis zur Verfügung stehen, geht es noch besser. Es ist in jedem Fall zu empfehlen, ergänzend zu Ihrer eigenen Zahnpflege in bestimmten Abständen die Vorteile der professionellen Zahnpflege in Anspruch zu nehmen. Bei dieser Profi-Pflege können z.B. auch hartnäckige Ablagerungen beseitigt werden, die sonst ein guter Nährboden für Bakterien wären. Sprechen Sie das Praxisteam darauf an.

  • Können am Anfang der Behandlung Schmerzen auftreten? Open or Close

    In der ersten Zeit können Zähne und Zahnfleisch empfindlich reagieren, weil sie durch den Begin der Zahnbewegung ja beweglich werden und Umbauprozesse in Gang kommen, damit eine Zahnstellungsveränderung möglich wird.

     Das geht in der Regel aber schnell vorbei und ist auszuhalten oder sehr verringert, wenn Sie sogenannte selbstligierende Brackets tragen. Bei Irritationen oder gereizter Schleimhaut durch Brackets oder spitzen Drahtenden, kann man sich mit einem Stückchen Wachs aushelfen. Das Wachsstückchen formen Sie dann zu einem Kügelchen und kleben es dann auf die störende Fläche.

  • Was ist, wenn ein Bracket locker geworden ist? Open or Close

    Sie sollten dann umgehend mit Ihren Kieferorthopäden einen Termin vereinbaren, damit das Bracket wieder befestigt werden kann.

     

  • Wie verträglich sind die verwendeten Materialien im Mund? Open or Close

    Alle Materialien, die sich im Mund des Patienten befinden, unterliegen den strengen Bestimmungen des Medizinproduktegesetzes (MPG), müssen das CE-Zeichen tragen und sind somit in der Regel gut verträglich. Natürlich gibt es auch besonders gut verträgliche Materialien wie Brackets aus Reintitan oder Keramikbrackets. Hier hat gerade die deutsche Dental-Industrie in den letzten Jahren sehr viel zum Wohle des Patienten entwickelt und ist deshalb in vielen Segmenten weltweit führend.

  • Kann man mit einer festen Zahnspange alles essen? Open or Close

    Im Prinzip ja. Aber Kaugummi oder zähe Karamelbonbons können sich leicht in den Brackets verheddern und die Zahnspange beschädigen. Ebenso ist Vorsicht bei harten Lebensmitteln geboten, wie zum Beispiel bei Möhren oder Brotkanten.